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Hafen der Häuptlinge - Königreich der Toten

Wikingerzeitlicher Häuptlingssitz in Borre, Südnorwegen entdeckt

Die Jahrtausende währende Besiedlung Europas durch den Mensch hat archäologische Spuren im Boden hinterlassen - Spuren die mit modernster zerstörungsfreier Messtechnik am Computerbildschirm wieder sichtbar gemacht werden können. Das Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) kartierte in den letzten drei Jahren mit seinen europäischen Partnern mit modernster Technologie flächendeckend den Untergrund bedeutender wikingerzeitlicher Fundstellen in Südnorwegen. Die vom LBI ArchPro untersuchten, als UNESCO Weltkulturerbe nominierten Landschaften rund um die berühmten Schiffsgräber von Gokstad und Oseberg und den bedeutenden südnorwegischen Bestattungsplatz Borre mit den größten wikingerzeitlichen Grabhügeln Skandinaviens offenbarten bis dahin unbekannte Siedlungsmuster. Im Winter 2013 wurde vom österreichisch-norwegischen Team mit neuen, speziell für den Wintereinsatz auf verschneiten Flächen entwickelten Bodenradarsystemen ein in seiner Struktur einzigartiger Häuptlingssitz in Borre entdeckt.